Maria Anna Walpurga Ignatia (Nannerl) Mozart wurde in der Nacht vom 30. zum 31. Juli 1751 als viertes und erstes überlebendes Kind des Hofviolinisten Leopold Mozart (1719-1787) und seiner Gattin Anna Maria Walpurga (geb. Pertl, 1720-1778) in Salzburg geboren.
Villa Vicina (Schwarzstr. 30), 16.–17. April 2026
KONFERENZ:
Klingende Spuren – Weibliche Handlungsräume der Musikförderung / Voices of Influence: Female Patron
Internationale Stiftung Mozarteum in Kooperation mit dem Archiv der Erzdiözese Salzburg und der Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft Salzburg
„Die Damen machen alles in Paris…“ schreibt Leopold Mozart am 16. Februar 1778 an seinen Sohn: Als begnadeter Musikorganisator wusste er genau, welche Personen man kontaktieren musste, wenn man in der Musikwelt erfolgreich weiterkommen wollte. Von Höfen und Salons bis hin zu bürgerlichen Konzertorganisationen und vor allem bei der individuellen Förderung von Musikern und Musikerinnen waren die Beiträge von Frauen zum Musikbetrieb nicht selteneinflussreich, wurden aber bisher nicht ausreichend gewürdigt. Die Konferenz untersucht die vielfältigen Rollen, die Frauen als Mäzeninnen, Auftraggeberinnen, Organisatorinnen und ‚Ermöglicherinnen‘ in der Musikkultur gespielt haben. Beispiele für Förderung und Einflussnahme auf die Karrieren von Musiker und Musikerinnen sollen in der Konferenz diskutiert und beleuchtet werden.
“The ladies do everything in Paris…” Leopold Mozart wrote to his son on February 16th, 1778: As a great music organizer he knew exactly whom to contact to get on in the musical world. From aristocratic patronage to bourgeois salons, women's contributions to the musical world were often powerful, yet have been inadequately recognized. The conference aims at exploring the multifaceted roles women have played in shaping musical culture as patrons, commissioners, curators, cultural gatekeepers etc. The conference focuses on female agency and patronage in various contexts, examining how women exercised authority and influence within—and beyond—traditional structures of musical production.
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19:30
Begrüßung
Melanie Unseld (Wien): Key-Note
Kaffeepause
Elke Hager (Graz): Anna Maria Hortensia von Hatzfeld: Die „besondere Liebhaberinn, Kennerinn und Beschützerinn der Tonkunst“ als Schlüsselperson für Musikerkarrieren
John Rice (USA): A Young Empress Confronts Death: Marie Therese's
Collection of Requiems
Ulrich Leisinger (Salzburg): Fürstin Juliane von Schaumburg-Lippe als
Zentrum des Bückeburger Musiklebens in den beiden letzten Jahrzehnten
des 18. Jahrhunderts
Mittagspause
Julia Hinterberger (Salzburg): Disabled, Dependent, Determined.
Fürsorge und Handlungsmacht im musikkulturellen Handeln von Maria
Theresia Paradis (Arbeitstitel)
Eva Neumayr/ Erik Aren Schroeder (Salzburg): „… at whose house there
was much company and the chief musical performers of Naples …“: Mozarts
Förderinnen in Neapel
Kaffeepause
Oberegger Juliane (Graz): „Nach den Originalen mitgeteilt“ - Wie Frauen
die Biografien ihrer komponierenden Männer (mit)schrieben
Silke Berdux (München): Sophie, Luise und Isabella. Die Frauen der
Familie Lebrun-Dulcken-Bohrer und ihre Rollen im Musikleben der Zeit
Karl Böhmer (Mainz): Kurfürstin Maria Anna Sophie von Bayern, die
Ehefrau und spätere Witwe des Kurfürsten Max III. Joseph
Konzert: „Die Damen machen alles ...“ Musik aus „weiblichen“
Salzburger Sammlungen zwischen 1760 und 1840
Ekaterina Krasko (Sopran), Erik Schroeder (Violine u. Leitung), Guillermo
Martinez (Viola), Juliane Ritzmann (Cembalo) u.a. Eva Neumayr (Moderation)
9:00-9:15
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14:30-15:00
Begrüßung
Adrienne Bernadette Illes (Berlin): Französische Musiksalons im Schatten
der Revolution: Räume für Musikerinnen jenseits von
Selbstverwirklichung und Selbstinszenierung
Mateusz Kawa (Salzburg): Mon délire oder Vision der Zukunft? Schönheit,
Macht und Musik: Wie Frauen das Branding auf den polnischen Gebieten
der frühen Romantik prägten (Freitag)
Katarzyna Hatalak (Salzburg): Fürstin Marcelina Czartoryska und der Club
des Mozartistes: Musikalische Netzwerke und Aufführungspraxis im 19.
Jahrhundert
Kaffeepause
Mary Kirchdorfer (Wien): Visualizing Women’s Networks of Viennese
Concert Life 1780-1830
Martin Eybl (Wien): „Leute von ihrem Vermögen sollten die dürftige
Kunst nicht verlassen”: Musikalische Aktivitäten jüdischer Frauen in Wien
um 1800
Anja Bunzel (Prag): The Economy of Gratitude: Musical Dedications to
Elise von Schlik as Paratextual Evidence of Female Agency
Mittagspause
Sarah Haslinger (Salzburg): „Ein musikalisches Wahrzeichen von Wien“.
Weibliche Handlungsräume im Wiener Musikleben um 1900 am Beispiel
von Rosa Papier-Paumgartner
Irene Suchy (Wien): Lilly Lieser – das Ende einer mäzenatischen Tradition
Information:
Mag. Dr. Eva Neumayr, Internationale Stiftung Mozarteum
FWF Projekt V1013-G: Female Patronage and Agency in Music between 1760 and 1840
Schwarzstr. 26
5020 Salzburg
Kooperationspartner:
Archiv der Erzdiözese Sbg.
Kapitelplatz 3
5020 Salzburg
Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft
Münchner Bundesstr. 1, 5020 Salzburg
Tel: +43 680 201 90 54
Anlässlich ihres 300. Geburtstages steht Anna Maria Mozart, geb. Pertl (1720−1778) – die Mutter der Geschwister Maria Anna und Wolfgang Amadé Mozart – zum ersten Mal im Mittelpunkt eines neuen Buches.
Die enthaltenen Beiträge beschäftigen sich mit der Biographie, der Bildung, ihrer
Darstellung in Bildern sowie mit ihrer Rezeption durch die Mozart-Biographik der Mutter der Mozart-Geschwister.
Die hier vorgestellten Ergebnisse lassen vermuten, dass Anna Maria Mozart auf die Entwicklung ihres berühmten
Sohnes Wolfgang Amadé doch einen stärkeren Einfluss hatte, als bislang angenommen.
Die Buchpräsentation findet am Dienstag, 16. Mai 2023, 17:00 Uhr, im Tanzmeistersaal (Mozart-Wohnhaus, Markartplatz 8, 5020
Salzburg) statt. Um Anmeldung wird gebeten!
Sie können das Buch bei unseren Veranstaltungen, beim Verlag oder im Buchhandel erwerben.
Autoren wie Eva Rieger, Gerhard Ammerer, Geneviève Geffray, Christoph Großpietsch, Ulrike Kammerhofer-Aggermann, Monika Kammerlander, Anja Morgenstern, Eva Neumayr und Käthe Springer Dissmann beschäftigen sich in der neuen Publikation Maria Anna Mozart, Facetten einer Künstlerin, hrsg. von Eva Neumayr, Wien: Hollitzer, 2019 (Veröffentlichungen des Archivs der Erzdiözese, Bd. 20) mit dem Lebens und des Wirken dieser Salzburger Musikerin abseits ihrer Rolle als Schwester W. A. Mozarts und Tochter Leopold Mozarts. Es zeigt sich, dass sich das Bild verändert, das wir von ihr haben, und das vor allem von den Biographen ihres Bruders gezeichnet wurde: von der von gesellschaftlichen Zwängen einge-schränkten Frau hin zu der im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbst agierenden Pianistin, Klavierpägagogin und Vermittlerin der Werke ihres Bruders.
Eine Besprechung ist gerade erschienen:
Rosa Hagenauer-Barducci: Anna Maria Mozart, ca. 1775, © Internationale Stiftung Mozarteum
Aufgrund der Sars-CoV-2-Pandemie konnte der 300. Geburtstag der Mutter von Wolfgang Amadé und Maria Anna Mozart, Anna Maria Mozart, geb. Pertl, die am 25. Dezember 1720 in St. Gilgen (Österreich) geboren wurde, bisher noch nicht richtig gewürdigt werden.
Am Freitag, dem 28. Mai 2021, veranstaltete die Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft daher in Kooperation mit der Internationalen Stiftung Mozarteum eine Online-Konferenz, die Anna Maria Mozart in den Mittelpunkt stellte und sich mit Aspekten ihrer Biographie, ihrer Bildung, ihrem Einfluss auf ihre Familie, ihrer Darstellung in Bildern aber auch ihrer Rezeption durch die Mozart-Biographen befasste. Behandelt wurden aber auch Themen wie die soziologische Rolle von Müttern im 18. Jahrhundert oder vergleichbare Biographien anderer Musiker*innen-Mütter etc. Die Konferenz fand auf Zoom statt.
Intersessenten meldeten sich unter [email protected], und es wurde ihenen ein Veranstaltungslink zugesandt.
Programm:
9:00
Begrüßung
9:30–10:30
Mirijam Beier
Anna Maria Mozart, geb. Pertl –Kulturhistorische Überlegungen zur Rolle von Frauen in Musikerfamilien des 18. Jahrhunderts
Wolfgang Neuper
Das Erzstift Salzburg und St. Gilgen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts
11:00–12:00
Ulrich Leisinger
Anna Magdalena Bach und Anna Maria Mozart – ein Vergleich
Eva Neumayr
Fiktion und Fakten – Anna Maria Mozart und ihre Rezeption in den Biographien ihres Sohnes
13:00–14:00
Käthe Springer-Dissmann
Frau Mozart auf Reisen
Monika Kammerlander
Vom Kinderstar an der Seite der Mutter zur Operndiva: Der Werdegang Margarethe Danzis
14:30–15:30
Anja Morgenstern
Constanze Mozart – Musikerin und Mutter
Schlussdiskussion