Samstag, 25. Mai 2024, 19:30 Uhr,

Kardinal-Schwarzenberg-Saal, Kapitelplatz 3, 5020 Salzburg

MUSIKALISCHE VISITENKARTEN

Monika Kammerlander (Violine), 

Leonore von Stauss (Hammerklavier)

und Olga Kous (Klavier) 

spielen Werke von

Francesca Lebrun (1756-1791), Margarethe Danzi-Marchand (1768-1800), 

Clara Schumann (1819-1896), Lili Boulanger (1893-1918), Louise Adolpha LeBeau (1850-1927), Dora Pejacevic (1885-1923), Barbara Heller (1936) u. a.

 

Moderation und Lesung: Margarita Ruprecht

 

Auch wenn diese Komponistinnen in verschiedenen Epochen lebten und unterschiedliche musikalische Richtungen vertreten, gibt es dennoch einige Berührungspunkte zwischen ihnen. Ihr Erfolg war vor allem durch ihren Pioniergeist geprägt, der es ihnen ermöglichte, in einer Zeit, die von männlich dominierten Normen geprägt war, dennoch ihre Leidenschaft für die Musik zu entwickeln und brillante Werke zu komponieren. Manche von ihnen, wie Clara Schumann oder Luise Adolpha LeBeau waren neben ihrer Kompositionstätigkeit auch hervorragende Pianistinnen und Musikerinnen. Die jung verstorbene Lili Boulanger wiederum war als Komponistin so herausragend, dass sie 1913 als erste Frau mit dem Prix du Rome ausgezeichnet wurde. Wie viele andere waren diese Komponistinnen zu Lebzeiten international anerkannt und wurden erst später vergessen.

 

 

Monika Kammerlander (c)
Monika Kammerlander (c)

Monika Kammerlander absolvierte Konzertfach Violine und Instrumentalpädagogik an der Hochschule Mozarteum mit Auszeichnung; sie ist Absolventin der Violinklasse Prof. Dr. Helmuth Zehetmair. Dreijähriges Studium am Moskauer Tschaikowskij-Konservatorium (Violinklasse Prof. Boris Belenkij) mit einem Stipendium des BMWF, weitere Studien bei Sandor Vegh und Robert Soetens. Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, Mozartwochen-Preisträgerin, Bolezny-Preis der Stadt Salzburg für das CD-Projekt „Frauen um Mozart“. Internationale Konzert- und Unterrichtstätigkeit. Langjährige Konzertmeisterin des Salzburger Mozarteum-Orchesters, Leiterin zahlreicher Kammermusik-Ensembles. 2006 Bolezny-Preis der Stadt Salzburg für das CD-Projekt „Frauen um Mozart“. Internationale Konzert- und Unterrichtstätigkeit, CD-Aufnahmen mit den "Salzburger Virtuosen" dem "Salzburger Instrumentalensemble" und dem Ensemble "Femusica". Studium der Musikwissenschaft an der Universität Mozarteum und Universität Wien. 2007 Magisterarbeit im Bereich Gender-Musikwissenschaft. Doktoratsstudium und Abschluss mit Dissertation 2016. Teilnahme an musikwissenschaftlichen Symposien und Veröffentlichungen in zahlreichen Sammelbänden.

 

Leonore von Stauss ist freischaffende Musikerin und lebt inzwischen seit 19 Jahren in Salzburg. Sie spielt nicht nur Klavier und hat sich auf historische Tasteninstrumente wie das frühe Hammerklavier und das Cembalo spezialisiert, sondern hat nebenbei auch noch die Liebe zur barocken Tripelharfe entdeckt. Konzerte führen sie auf die verschiedensten Podien mit Kammermusik und Theaterbühnen mit Orchester- und Opernproduktionen. Mit dem Lebeau Trio zusammen erobert sie die Welt des französischen Chansons. Ihr künstlerisches Wirken ist durch verschiedene Rundfunk- und CD -Aufnahmen dokumentiert, die von der Hammerklavierliteratur (Einspielungen von W. A. Mozart und Ignaz Pleyel zusammen mit Wolfgang Brunner und der Salzburger Hofmusik) bis zum französischen Chanson (mit dem Lebeau Trio) reichen.

 

Olga Kous ist in Murska Sobota (Slowenien) geboren. Sie absolvierte ihr Magisterstudium Klavier in der Klasse von Prof. Otto Niederdorfer an der Kunstuniversität Graz. Sie ist als Pianistin, Korrepetitorin und Pädagogin tätig, und seit sechs Jahren federführend für die musikalischen Konzepte des "Theater Pantarhei". 2022 wurde sie für ihre vielfältigen künstlerischen Tätigkeiten mit dem Kulturpreis der Stadt Murska Sobota ausgezeichnet. Ihre Auftritte als Korrepetitorin bei internationalen Solisten- und Chorwettbewerben sowie diversen Theater -und Kammermusikprojekten führte sie u.a. nach Berlin, Bratislava, Beograd, Budapest, Linz, München, Prag und Wien.

 

Margarita Ruprecht, Studium an der Musikuniversität Mozarteum mit abschließendem Diplom für Sologesang und Bühnenfach. Mitwirkung bei den Salzburger Festspielen, Theaterengagements im In– und Ausland, u.a. Tourneen mit dem Operettentheater Baden in Japan. Langjährige Lehrbeauftragte für Sologesang am oberösterreichischen Landesmusikschulwerk. Regelmäßige Engagements für Lesungen, alljährlich bei den Adventserenaden im Gotischen Saal.