Donnerstag, 16. April, 19.30 Uhr, Internationale Stiftung Mozarteum,

Tanzmeistersaal (Makartplatz 8)

 

„Die Damen machen alles...“ – Musik aus „weiblichen“

Salzburger Sammlungen

   

Ekaterina Krasko u. Electra Lochhead (Sopran), Erik Aren Schroeder (Barockvioline u. Leitung), Gueillermo Martinez (Viola), Francesco Pinosa (Violoncello), 

Juliane Ritzmann (Mozarts Hammerklavier)

interprtieren Werke von

Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791), Coelestin Jungbauer (1747–1823),

Nicolas-Marie Dalayrac (1753-1809), Franz Ignaz Danzi (1763–1826), 

Erik Aren Schroeder u. a., Eva Neumayr (Moderation)

 

  Eintritt frei!

Konzert im Rahmen der Konferenz: Klingende Spuren – Weibliche Handlungsräume der Musikförderung 16.–17. April 2026, Internationale Stiftung Mozarteum, Villa Vicina (Schwarzstr. 30) Internationale Stiftung Mozarteum in Kooperation mit dem Archiv der Erzdiözese und der Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft.

In den Beständen der Internationalen Stiftung Mozarteum und des Archivs der Erzdiözese befinden sich mehrere Musiksammlungen von Frauen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die der Ausgangspunkt und Grundlage für das zurzeit laufende FWF-Elise-Richter-Projekt über Patroninnen der Musik zwischen 1760 und 1840 waren. Die Sammlerinnen waren meist selbst adelige Dilettantinnen, aber auch Musikerinnen und haben sich auch als Förderinnen und Mäzeninnen von Musikern betätigt. Darunter sind Josepha von Paumgarten, die für Mozart die Fäden zog, damit er den Auftrag für Idomeneo vom Münchner Hof erhielt, Nanette Fröhlich, eine der Hauptförderinnen von Franz Schubert und Hedwig von Gatterburg, eine der besten Sängerinnen im Salzburg des 19. Jahrhunderts. Aus ihren Sammlungen werden unter der Leitung von Eric Aren Schroeder (https://schroedererik.com/about), einem der besten historisch informierten Musiker seiner Generation, auf historischen Instrumenten ausgewählte Werke erklingen, die uns in die Welt der Salons im 18. und 19. Jahrhundert entführen werden.

Maria Josepha von Lerchenfeld, Countess von Paumgarten

„Die Damen machen alles in Paris…“ schreibt Leopold Mozart am 16. Februar 1778 an seinen Sohn: Als begnadeter Musikorganisator wusste er genau, welche Personen man kontaktieren musste, wenn man in der Musikwelt erfolgreich weiterkommen wollte. Von Höfen und Salons bis hin zu bürgerlichen Konzertorganisationen und vor allem bei der individuellen Förderung von Musikern und Musikerinnen waren die Beiträge von Frauen zum Musikbetrieb nicht selten einflussreich, wurden aber bisher nicht ausreichend gewürdigt. Die Konferenz untersucht die vielfältigen Rollen, die Frauen als Mäzeninnen, Auftraggeberinnen, Organisatorinnen und ‚Ermöglicherinnen‘ in der Musikkultur gespielt haben. Beispiele für Förderung und Einflussnahme auf die Karrieren von Musiker und Musikerinnen sollen in der Konferenz diskutiert und beleuchtet werden.

 

Programm Konferenz (Änderungen vorbehalten!)
Donnerstag, 16. April 2026

10:00–10:15      

10:15–11:00      

11:00–11:30      

11:30–12:00

 

12:00–12:30

 

12:30-13:00

 

 

13:00-14:00

14:00-14:30

 

 

14:30-15:30

 

 

15:30-16:00

16:00-16:30

 

16:30-17:00

 

17:00-17:30

 

 

19:30

Begrüßung

Melanie Unseld (Wien): Key-Note

Kaffeepause

Elke Hager (Graz): Anna Maria Hortensia von Hatzfeld: Die „besondere Liebhaberinn, Kennerinn und Beschützerinn der Tonkunst“ als Schlüsselperson für Musikerkarrieren

John Rice (USA): A Young Empress Confronts Death: Marie Therese's
Collection of Requiems

Ulrich Leisinger (Salzburg): Fürstin Juliane von Schaumburg-Lippe als
Zentrum des Bückeburger Musiklebens in den beiden letzten Jahrzehnten
des 18. Jahrhunderts

Mittagspause

Julia Hinterberger (Salzburg): Disabled, Dependent, Determined.
Fürsorge und Handlungsmacht im musikkulturellen Handeln von Maria
Theresia Paradis (Arbeitstitel)

Eva Neumayr/ Erik Aren Schroeder (Salzburg): „… at whose house there
was much company and the chief musical performers of Naples …“: Mozarts
Förderinnen in Neapel

Kaffeepause

Oberegger Juliane (Graz): „Nach den Originalen mitgeteilt“ - Wie Frauen
die Biografien ihrer komponierenden Männer (mit)schrieben

Silke Berdux (München): Sophie, Luise und Isabella. Die Frauen der
Familie Lebrun-Dulcken-Bohrer und ihre Rollen im Musikleben der Zeit

Karl Böhmer (Mainz): Kurfürstin Maria Anna Sophie von Bayern, die
Ehefrau und spätere Witwe des Kurfürsten Max III. Joseph

Konzert: „Die Damen machen alles ...“ Musik aus „weiblichen“
Salzburger Sammlungen zwischen 1760 und 1840 
Ekaterina Krasko (Sopran), Erik Schroeder (Violine u. Leitung), Guillermo
Martinez (Viola), Juliane Ritzmann (Cembalo) u.a. Eva Neumayr (Moderation)

 


Freitag, 17. April 2026

9:00-9:15

9:15-9:45

 

 

9:45-10:15

 

 

10:15-10:45

 

 

10:45-11:15

11:15-11:45

 

11:45-12:15

 

 

12:15-12:45

 

12:45-14:00

14:00-14:30

 

 

14:30-15:00

Begrüßung

Adrienne Bernadette Illes (Berlin): Französische Musiksalons im Schatten
der Revolution: Räume für Musikerinnen jenseits von
Selbstverwirklichung und Selbstinszenierung

Mateusz Kawa (Salzburg): Mon délire oder Vision der Zukunft? Schönheit,
Macht und Musik: Wie Frauen das Branding auf den polnischen Gebieten
der frühen Romantik prägten (Freitag)

Katarzyna Hatalak (Salzburg): Fürstin Marcelina Czartoryska und der Club
des Mozartistes: Musikalische Netzwerke und Aufführungspraxis im 19.
Jahrhundert

Kaffeepause

Mary Kirchdorfer (Wien): Visualizing Women’s Networks of Viennese
Concert Life 1780-1830

Martin Eybl (Wien): „Leute von ihrem Vermögen sollten die dürftige
Kunst nicht verlassen”: Musikalische Aktivitäten jüdischer Frauen in Wien
um 1800

Anja Bunzel (Prag): The Economy of Gratitude: Musical Dedications to
Elise von Schlik as Paratextual Evidence of Female Agency

Mittagspause

Sarah Haslinger (Salzburg): „Ein musikalisches Wahrzeichen von Wien“.
Weibliche Handlungsräume im Wiener Musikleben um 1900 am Beispiel
von Rosa Papier-Paumgartner

Irene Suchy (Wien): Lilly Lieser – das Ende einer mäzenatischen Tradition

 


Information:

Mag. Dr. Eva Neumayr, Internationale Stiftung Mozarteum

FWF Projekt V1013-G: Female Patronage and Agency in Music between 1760 and 1840

Schwarzstr. 26

5020 Salzburg

[email protected]

 

Kooperationspartner:

Archiv der Erzdiözese Sbg.

Kapitelplatz 3

5020 Salzburg

[email protected]

 

Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft

Münchner Bundesstr. 1, 5020 Salzburg

[email protected]

Tel: +43 680 201 90 54