To a wider morrow

Frauenstimmen 2017, 6. Konzert

Sonntag, 19. November 2017

19:30 Uhr

Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg



 

 

Aleksandra Zamojska (Sopran),

Annelie Gahl (Violine),

Ariane Haering (Klavier)

Johannes Hinterholzer (Horn) 

Dr. Eva Neumayr (Moderation)

 

Das Ensemble präsentiert Musik von Florentine Price (1857-1953), Dora Pejačević (1885–1923), Ethel Smyth (1858-1944) und Jeanne Vignery (1913–1974)


Die Komponistinnen des Abends sind vier Frauen, deren Lebensspannen sich um die Jahrhundert- und Zeitenwende teilweise überschneiden: geographisch weit voneinan-der entfernt, entfalten sich ihre singulären Biographien und musikalischen Meisterwerke in einer gärenden Zeit:

Dora Pejacevic, kroatische Aristokratin mitten im Künstlerleben ihrer Zeit, als Freundin von Rilke und Karl Kraus, deren Texte sie vertonte, Ethel Smyth, die englische Suffragette, die für ihre politischen Aktivitäten zeitweise inhaftiert, als Komponistin aber schon zu Lebzeiten erfolgreich und hochgeachtet war, und Florentine Price, die erste afroamerikanische Komponistin, die an einer Universität unterrichten durfte. Diese drei erlebten sich fraglos stark im Zusammenhang ihrer politischen und kulturellen Zusammenhänge. Von beinahe seltsam argloser und optimistischer Grundhaltung ist das Werk Jeanne Vignerys, das 1942 im besetzten Belgien entstand –Vier künstlerische Lebensentwürfe, jeder auf seine Art "to a wider morrow….“
Weder die mit ihren Opern zu Lebzeiten erfolgreiche englische Komponistin Ethel Smyth noch die alt-österreichisch-kroatische Komponistin Dora Pejačević haben bisher Eingang in den regulären Konzertbetrieb gefunden, was nicht an der Qualität ihrer Musik liegt. Die Musik von Florence Price, die eine der ersten schwarzen klassischen Komponistinnen der USA war, wird in diesem Konzert wahrscheinlich zum ersten Mal in Salzburg erklingen.


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