Musste im April wegen der Covid-19-Pandemie abgesagt werden.



Die Pianistin und Improvisatorin Jordina Millà wurde 1984 in Katalonien geboren. Musikalische Einflüsse auf sie gab es schon in jungen Jahren. Als klassische Pianistin absolvierte sie die University of Arts in Rotterdam mit einem Konzertfach-Abschluss. In dieser Zeit war sie Stipendiatin des Huygens Scholarship Program des Holländischen Ministeriums für Erziehung, Kultur und Wissenschaft. Nach ihrer Zeit in Holand setzte sie ihre Studien in Paris an der Ecole Normale de Paris fort, wobei sie als Solistin und Kammermusikerin bereits in den Niederlanden, Spanien, Belgien und Italien aktiv war.

In dieser Zeit entwickelte sich ihr Interesse für einen anderen Zugang zur Musik, nämlich für die Kunst der Improvisation, in die sie Agustí Fernández einführte. Mit der Tänzerin Iris Heizinger präsentierte sie das Kaleidoskop Improvisationsprojekt am Posthof in Linz und an der ARGEKultur in Salzburg. Sie war Teil von Investigations, einer Arbeit des Künstlers Christina Marclay, das am MACBA in Barcelona präsentiert wurde, und sie schuf die Musik für das Projekt Our own room für die Tänzerin Natalia Jimenez. Sie hat u.a. mit so international tätigen Improvisationskünstlern wie dem Berliner Trompeter Axel Dürner, der Sängerin Almut Kühne, dem Schlagzeuger Yorgos Dimitriadis und dem Gitarristen Andreas Willers zusammengearbeitet.

Momentan wohnt sie in Deutschland. Vor Kurzem kam ihr Album When forests dream heraus, auf dem sie mit Agustí Fernández auf zwei Klavieren improvisiert. Es wurde von Enderrock de les Illes Balears als das beste Jazz-Album des Jahres 2020 ausgezeichnet.