Women4Baroque

spirit of musicke (Christine Busch, Maria Loos, Gabriele Ruhland und Veronika Brass)

Frauenstimmen, 2018, 2. Konzert

Sonntag, 15. April 2018

19:30 Uhr

Domchorsaal, Kapitelplatz 3, Salzburg



 Christine Busch (Barockvioline) studierte Violine in Freiburg, Wien und Winterthur und wirkte schon in dieser Zeit beim Concentus Musikus Wien, beim Chamber Orchestra of Europe und beim Freiburger Barockorchester mit. Seitdem war sie als Solistin und Kammermusikerin sowohl mit der modernen als auch mit der Barock-Geige gleichermaßen erfolgreich in Konzerten weltweit zu hören. Als Konzertmeisterin arbeitet sie regelmäßig mit Philippe Herbewege und dem Collegium Vocale Gent und in Stuttgart mit Kay Johannes zusammen. Zahlreiche CD-Aufnahmen komplettieren ihr künstlerisches Schaffen. Von 1997 bis 2000 unterrichtete Christine Busch als Professorin an der Hochschule der Künste Berlin und seit dem Jahr 2000 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.

 

Maria Loos (Blockflöten) ist eine international gefragte Interpretin Alter und Neuer Musik. Sie studierte Blockflöte am Mozarteum sowie Musik- und Tanzpädagogik am Orff-Institut Salzburg. Ein zweijähriges Stipendium führte sie nach Leipzig, wo sie bei Prof. Robert Ehrlich ihr Studium fortsetzte. Ihre Konzertreifeprüfung erwarb sie „mit Auszeichnung“. Zahlreiche Meisterkurse ergänzen ihre Ausbildung. Als Solistin konzertiert sie mit verschiedenen Orchestern.  Ihre Konzertverpflichtungen führten sie zu Festivals wie den Salzburger Festspielen, Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Alte Oper Frankfurt, Tage Alter Musik Osnabrück, Alte Musik Wien, Händel-Festspiele uvm.  Maria Loos profilierte sich in unterschiedlichsten Barockensembles  und arbeitet eng zusammen mit Komponisten Neuer Musik, wie z. B. Drake Mabry, Anna Rubin, José Carli, von denen sie Werke zur Uraufführung brachte. Sie wirkte bei CD- und Rundfunkaufnahmen mit und ist Dozentin internationaler Kurse sowie Jurorin des Wettbewerbs „Prima la Musica“. Seit 2006 ist sie regelmäßig zu Konzerten und Meisterkursen nach Südamerika und Florida/USA eingeladen. 2008 war sie „Artist in Residence“ des IUP-Festivals in Pittsburgh. Mit ihrer CD Piazzolla/Vivaldi hat sie 2010 den Pasticcio-Preis erhalten. 

 

Veronika Braß (Cembalo) schloss nach ihrem Klavierstudium an der Hochschule der Künste in Berlin die Meisterklasse am Nicoló-Paganini-Conservatorio in Genua mit Auszeichnung ab. Nach  intensiver Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis und dem Cembalospiel wurde sie Preisträgerin beim Hochschulwettbewerb im Fach „Ensemble Alte Musik“ und wurde mehrfach bei den Bach-Tagen in Berlin ausgezeichnet. Zu ihren Lehrern zählen Prof. Mitzy Meyerson, Prof. Christine Schornsheim, und Jesper Christensen von der Schola Cantorum in Basel. Engagements bei internationalen Wettbewerben und Festivals folgten, u.a. in Innsbruck,  Leipzig und Halle, sowie Gastspiele bei der Akademie für Alte Musik und der Kammerakademie Potsdam. Seit über einem Jahrzehnt ist sie mit dem Hamburger Barockorchester Elbipolis verbunden und begleitet es zu vielen Auslands-tourneen. Sie spielt seit 2012 im von ihr mitgegründeten Salzburger Barockorchester und übernahm 2017 die führende Rolle. Sie wirkte bei zahlreichen CD-Produktionen mit. Seit 2002 ist sie Dozentin für Musiktheorie an der Hochschule für Musik in München und hat ebenfalls dort seit 2005 eine Stelle als Cembalo-Korrepetitorin. Eine Herzensangelegenheit ist ihr die Musik der Komponistinnen und ihre Zugehörigkeit (seit 10 Jahren) zum Ensemble Spirit of Musicke.

 

Gabriele Ruhland (Viola da Gamba, Barockcello) studierte Cello bei Prof. Fritz Kiskalt an der Musikhochschule München sowie Kammermusik am Mozarteum Salzburg. Meisterkurse bei Peter Wöpke, William Pleeth, Julius Berger und dem La Salle Quartett führten weiter zum Meisterklassenstudium in den USA (Cincinnati/Ohio). Dort begann ihre intensive Auseinandersetzung mit der Alten Musik und sie schloss ein Gambenstudium und Kurse bei Judith Davidoff (New York Viol Consort) und bei José Vasquez in Wien an. Seither konzertiert sie mit zahlreichen Ensembles der Alten Musik und wirkte bei CD- und Rundfunkaufnahmen mit. Sie war Preisträgerin der internationalen Wettbewerbe in Trappani/ Italien und Osaka/Japan. Als Leiterin des Festivals „AmaDea – Die Komponistinnen des Barock“ erregte sie 2003 internationales Aufsehen, und eine beträchtliche Auswahl an Noten von Barockkomponistinnen und entsprechende Literatur finden sich in ihrer eigenen Bibliothek.  2013 wurde sie zur Präsidentin des Vereins BarockPur! gewählt, in dem sie seit der Gründung 2008 an der musikalischen Vielfalt im Bereich Alte Musik in Salzburg mitwirkt. Ihre große Liebe gilt der Kommunikation in der Musik, die sie in der eigenen Ensemblearbeit wie auch in der Arbeit als Coach mit anderen Ensembles mit Herz und Verstand verwirklicht.


programm

Isabella Leonarda (1620 - 1704)          

Sonata VII in a-moll aus op. 16 für Flauto dolce,

Violine, Violone und Basso continuo


Mrs.Philarmonica          

Sonata Quinta in c-moll aus den Divertimenti da camera

(Andante e con spirito - Largo - Allegro)


Sonata Terza in Es-Dur aus den Divertimenti da camera

(Largo - Tempoi giusto - Vivace)


E. Jacquet de la Guerre  (1665 - 1729)

Sonata in d-moll für Violine und Basso continuo

(Adagio - Presto - Adagio, Presto, Adagio - Presto - Aria - Presto
                                                 

Isabella Leonarda (1620 - 1704)          

Sonata II in e-moll aus op. 16 für Flauto dolce,

Violine, Violone und Basso continuo

 

Anna Bon di Venezia (1738 - 1767)

Sonate II in F-Dur für Sopranflöte und Basso continuo

(Largo - Allegro - Allegro)


Sonate III in F-Dur für Cembalo solo

(Allegretto - Adagio - Minuetto, Trio, Minuetto)


Mrs. Philarmonica        

Sonata Quarta in e-moll aus den Divertimenti da camera

(Largo - Andante - Con spirito - Vivace)


Sonata Sesta in G-Dur aus den Divertimenti da camera

(Largo e staccato - Con spirito ma non presto - Lento - Vivace)

Über  "spirit of musicke"